Seidenbluse

Die Bluse ist das feminine Pendant zum Herrenhemd. Heute vor allem dem Business Outfit vorbehalten, feierte die Damenbluse ihren Siegeszug ursprünglich als Sportbekleidung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Erst zu dieser Zeit wurde die sportliche Betätigung für Damen schicklich. Das hemdartig geschnittene Gewand mit der Knopfleiste auf der Vorderseite gewährte einerseits Bewegungsfreiheit, wirkte aber andererseits sehr züchtig. Heute gibt es Blusen in allen Schnitten und Varianten, von seriös bis sexy. Ungemein feminin ist vor allem die Damen Seidenbluse mit dem typischen Schimmer feiner Seide.




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Damenblusen aus Seide, weich und hauchschmeichelnd

Warum eine Damenbluse aus Seide oder mit Seidenanteil? Reine Seide ist einer der ältesten Stoffe der Welt. Im alten China wurde das Gewebe schon vor mehr als 5.000 Jahren verarbeitet. Zu Beginn war der schimmernde Stoff, gewonnen aus den Kokons der Seidenspinnerraupe, nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Heute können sich alle modebewussten Frauen mit Sinn für Qualität eine Seidenbluse gönnen. Weich und hauchschmeichelnd ist das Gewebe, sogar wärmend wird es durch die Beimischung von Wolle. Seide besitzt zudem die Eigenschaft, Farben hervorragend anzunehmen. Damen Seidenblusen sind daher in vielen unterschiedlichen Färbungen und Mustern erhältlich. Kein anderes Gewebe besitzt ein so angenehmes Tragegefühl, kein anderer Stoff unterstreicht die feminine Ausstrahlung so gekonnt wie Seide. Eine Damen Seidenbluse sollte daher im Kleiderschrank keiner Frau fehlen.

Eine kurze Geschichte der Damenbluse

Heute gilt die Bluse als feminines Kleidungsstück für Frauen. In der Vergangenheit wurde sie jedoch ausschließlich von Männern getragen. Ursprünglich bezeichnete der Begriff Bluse ein lose fallendes Kleidungsstück, das vor allem von Arbeitern, Bauern, Künstlern und Kindern getragen wurde. Die Bezeichnung geh auf die blaue Kittelschürze französischer Seefahrer zurück. Diese Mäntel wurden „blouse“ genannt, was übersetzt so viel wie Staubmantel oder Fuhrmannskittel bedeutet.

Die heute bekannte Form der Bluse entstand im Biedermeier, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Röcke mit passenden Oberteilen die bis dahin üblichen einteiligen Kleider ablösten. Die Bluse entwickelte sich damit zum Kleidungsstück für Frauen. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Damenbluse viele Veränderungen durchlaufen, sich immer wieder gewandelt und vom Bestandteil der Ausgehkleidung zu einem unverzichtbaren Kleidungsstück für Beruf und Alltag gewandelt.

Ende des 19. Jahrhunderts kamen vom Matrosenanzug abgeleitete Matrosenblusen für Mädchen in Mode. In den 1940er Jahren wurde die Schluppenbluse mit Schleife oberhalb der Knopfleiste berühmt. Noch in den 1950er Jahren wurde die Damenbluse vor allem als Sonntagskleidung getragen. Langsam hielt allerdings der einst den Kindern vorbehaltene Matrosen-Look Einzug in die Erwachsenenmode. Die Bluse setzte sich damit auch als Kleidungsstück für die Freizeit durch. In den 1970er Jahren gewann der Bubikragen wieder an Beliebtheit, in den 1970er Jahren setzte die Mode auf besonders breite Kragen und Doppelmanschetten. Blusen in den 1980er Jahren wiesen Strehkragen und Bundkragen auf, andere Modelle kamen mit großen Schleifen daher. Kennzeichnend für diese Zeit sind die großen Schulterpolster. Gegen Ende des Jahrzehnts kamen weit geschnittene und extra lange Blusen in Mode, die, häufig mit einem breiten Gürtel kombiniert, über Rock und Hose getragen wurden. Zum festen Bestandteil des femininen Business-Looks wurde die Bluse erst in den 1990er Jahren. Schlichte Hemdblusen ergänzten nun den Hosenanzug oder den Bleistiftrock. An Beliebtheit gewannen nun auch Blusen mit Dreiviertelarm.

Seit der Jahrtausendwende hat die Blusenmode viele Stilrichtungen der Vergangenheit wieder aufgegriffen. Ob extrabreite Stehkragen, Doppelmanschetten oder Longblusen mit breiten Gürteln: Moderne Freizeit-Blusen setzen häufig auf den Vintage-Look.

Moderne Varianten der Damenbluse

Damenblusen gibt es heute in den unterschiedlichsten Varianten und Formen. Mal tailliert und schmal geschnitten, mal weit und weich fließend, mal ganz seriös, mal mädchenhaft verspielt mit Rüschen, mal mit Stehkragen, mal mit einem verführerischen Ausschnitt: Die Auswahl an Schnitten und Designs ist riesig. Modernde Seidenblusen für stilbewusste Frauen greifen historische Details auf oder zeigen sich von einer ganz neuen, extravaganten Seite. Welche Blusenarten sollten Damen kennen? Hier gibt es einen kleinen Überblick.

Hemdbluse

Die Hemdbluse erinnert an das klassische Herrenhemd und zeichnet sich durch einen geraden, höchstens leicht taillierten Schnitt, Abnäher am Bund und ihren kleinen Kragen aus. Anders als bei anderen Blusenarten befindet sich die Knopfleiste auf der linken Seite, was die Hemdbluse vom Herrenhemd unterscheidet. Die Hemdbluse wirkt selbstsicher und seriös und stellt daher die ideale Ergänzung für das Business-Outfit dar. Kombiniert mit einem Blazer und einem eleganten Rock oder zum Hosenanzug getragen, eignet sie sich hervorragend für den Arbeitsalltag. Für einen sportiven Freizeitlook tragen Damen die Hemdbluse zur Jeans.

Blusenbody

Der Blusenbody stellt eine Abwandlung der Hemdbluse dar. Obenherum ist das Kleidungsstück wie eine herkömmliche Bluse geschnitten, im Schritt jedoch mit einem eingearbeiteten Hosenteil ausgestattet. Das verhindert, dass die Bluse bei Bewegungen nach oben rutsch und garantiert einen guten Sitz. Zudem zaubert der Blusenbody eine schlanke Silhouette. Diese Blusenform passt sehr gut zum Bleistiftrock. Mit Jeans und High Heels kombiniert, entsteht ein smartes Casual-Outfit.

Smokingbluse

Die Smokingbluse ist eine weitere Variante der Hemdbluse, die sich durch ihre verdeckte Knopfleiste und den kleinen Kragen vom herkömmlichen Modell unterscheidet. Angenähte Falten oder Schulterpolster formen eine feminine Silhouette. Smokingblusen werden zum Hosenanzug oder zu Bleistiftrock und Blazer kombiniert.

Longbluse

Im Schnitt ähnelt die Longbluse der Hemdbluse, ist jedoch länger und bedeckt die Hüfte. Sie eignet sich daher ideal für die Kombination mit Leggings oder eng geschnittenen Jeans. Um eine schlanke Linie zu formen, können Damen einen Taillengürtel umlegen.

Schluppenbluse

Die Schluppenbluse verfügt anstelle eines Kragens über zwei Bänder, die sich vorn zu einer Schleife zusammen binden lassen. Schluppenblusen wirken äußerst feminin und lassen sich je nach Design zu schmal geschnittenen Hosen und zum Bleistiftrock kombinieren.

Rüschenbluse

Inspiriert von historischen Designs zeigt sich die Rüschenbluse. Jabot, Volants und Rüschen entlang der Knopfleiste tragen etwas auf und eignen sich eher für Frauen mit kleinerer Oberweite. Tagsüber lassen sie sich elegant zur Anzughose oder lässig zur Jeans kombinieren. Am Abend wagen modebewusste Frauen den Dandy-Look und tragen die Rüschenbluse zum Hosenanzug mit weitem Blazer und High Heels. Auf weitere Accessoires sollte man verzichten.

Biesenplastron-Bluse

Die Biesenplastron-Bluse wirkt romantisch und verspielt. Die meisten Modelle weisen leichte Raffungen auf und lassen sich am Rücken binden. So betonen sie die Figur und stehen auch Damen mit größerer Oberweite gut. Damit sie nicht zu altbacken wirken, trägt man Biesenplastron-Blusen am besten zu eng geschnittenen Hosen und kombiniert sie mit langen Ketten oder bunten Seidentüchern.

Tunika oder Schlupfbluse

Diese weit geschnittene Blusenform verzichtet meist auf eine Knopfleiste oder ist nur im oberen Bereich mit wenigen Knöpfen ausgestattet. Viele Modelle weisen einen Gummizug am Bund auf. Durch ihre lange, weit schwingende Form passen Schlupfblusen hervorragend zu Leggins und schmal geschnittenen Hosen.

Chinobluse

Die Chinobluse wurde speziell als Oberteil für die Chinohose entworfen. Sie umspielt die Figur, am Bund sorgt ein Gummizug für eine gute Passform. Klassischerweise verfügt sie zudem über einen kleinen Stehkragen.

Trachtenbluse

Die Trachtenbluse macht den zünftigen Look perfekt. Gekennzeichnet ist sie durch ihren Carmenausschnitt und kleine Rüschen. Meist ist sie in Weiß gehalten oder klein-kariert. Die Dirndl-Bluse ist bauchfrei und mit Puffärmeln ausgestattet.

T-Shirt-Bluse

Die T-Shirt-Bluse ähnelt in Schnitt und Passform eher einem Shirt als einer klassischen Bluse. Die sportiven Oberteile machen nicht nur in der Freizeit eine gute Figur. Zum Hosenanzug oder zu Rock und Blazer kombiniert, eignen sie sich auch für den Business-Look.

Wickelbluse

Die Bluse im Wickel-Look ist ideal für lässige Freizeit-Outfits. Sie lässt sich zur sportiven Jeans ebenso gut tragen wie zum langen Rock im Hippie-Stil.

Seidenblusen: Die unterschiedlichen Kragenformen

Seidenblusen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Schnittform, große Unterschiede gibt es auch beim Kragen. Folgende Kragenformen sollten Damen kennen:

Reverskragen

Der Reverskragen verläuft rund um den Hals, die Crochetnaht zeigt dabei immer abwärts. Das ermöglicht viele unterschiedliche Tragevarianten. Der Reverskragen passt zum seriösen Business-Look, aber auch zu sportiven Outfits.

Stehkragen

Der Stehkragen fällt kleiner aus als der Reverskragen und wird nicht umgeklappt. Herrenhemden mit Stehkragen werden vorrangig zum Smoking getragen, Damenblusen mit dieser Kragenvariante lassen sich dagegen beliebig kombinieren.

Bubikragen

Der Bubikragen zeichnet sich durch seine meist runden Kragenecken aus und liegt flach auf der Bluse auf. Er kam in den 1920er Jahren in Mode und verleiht Blusen einen charmanten Vintage-Look.

Schalkragen

Der Schalkragen verbindet Oberkragen und Revers. Von der Kragenmittennaht aus verlaufen zwei schalähnliche Schleifen um den Ausschnitt und kreuzen sich vorn auf Brusthöhe. Blusen mit Schalkragen strahlen legere Eleganz und einen Hauch von Nostalgie aus. Sie passen hervorragend zum femininen Freizeit-Look.

Alternativen zur Seidenbluse

Blusen aus natürlicher Seide fühlen sich auf der Haut angenehm an und besitzen einen einzigartigen Glanz. Seide ist aber natürlich nicht das einzige Material, aus dem Damenblusen gefertigt werden. So luxuriös die Naturfasern auch sind – Seide ist recht empfindlich und aufwendig zu pflegen. Für das Business-Outfit und besondere Anlässe eignen sich Seidenblusen perfekt, für viele Unternehmungen im Alltag empfehlen sich jedoch eher andere Materialien.

Sehr pflegeleicht, hautfreundlich und strapazierfähig sind zum Beispiel Damenblusen aus Baumwolle. Die atmungsaktiven Naturfasern sind vor allem für sportliche Alltagsbekleidung ein beliebtes Material. Leinenblusen werden aus Flachsfasern hergestellt. Der recht feste Stoff weist temperatur- und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften auf. Leinenblusen eignen sich daher ideal für den Sommer.

Darüber hinaus sind Damenblusen aus Kunstfasern erhältlich. Modal wird beispielsweise aus Zellulose hergestellt, ist geschmeidig, hautfreundlich und vergleichsweise nachhaltig in der Produktion. Ebenfalls aus Zellulose besteht Viskose. Der Stoff ist angenehm leicht und atmungsaktiv. Strapazierfähige Alltagskleidung enthält häufig Polyester. Die Kunstfaser ist widerstandsfähig, trocknet schnell und knittert kaum. Eher selten für Blusen verwendet wird Lycra. Die Kunstfaser ist sehr dehnbar und wird daher meist anderen Fasern zugesetzt, um Kleidungsstücken eine flexible Passform zu geben.

Damen Seidenblusen für Business und Freizeit

Eine Damenbluse ist vor allem im Business ein Muss. Kombiniert zu Sakko, Hosenanzug oder einem eleganten Rock, gerne auch zu einem Seidenrock, ist das seriöse Outfit perfekt. Ein schicker Seidenschal um den Hals ist ein schöner Farbtupfer, der vor allem zu weißen oder einfarbigen Seiden Blusen passt. Damen Seidenblusen gibt es allerdings in mindestens so vielen Farben wie Designs. Moderne Schnitte, figurschmeichelnd bis über die Hüften reichend oder knackig-kurz, mit und ohne Arm, mit raffinierter Spitze oder mit einem sommerlichen Blumenmuster passt die Seidenbluse einfach zu jedem Anlass. Genauso wie ein Seidenkleid ist die Seidenbluse daher das absolute Must Have für qualitätsbewusste Frauen. Eine schöne, schlichte Alternative ist das Seidenhemd, für alle Anlässe, bei denen zeitlose Eleganz gefragt ist.

Seidenblusen richtig pflegen

Damit Seidenblusen lange ihre elegante Ausstrahlung behalten, benötigen sie die richtige Pflege. Vor dem Waschen sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Pflegehinweise im eingenähten Etikett werfen. Einige Seidenblusen dürfen in die Waschmaschine gegeben werden, in der Regel bei maximal 30 °C und ohne Schleudergang. Am besten eignen sich der Schon- oder der Wollwaschgang. Einige moderne Waschmaschinen verfügen auch über ein spezielles Seidenprogramm. Um das empfindliche Gewebe zu schonen, empfiehlt es sich, Seidenblusen in ein Wäschenetz zu geben. Das verhindert, dass die Seide mit der Waschmaschinentrommel in Berührung kommt, und vermeidet Abnutzungserscheinungen.

Besonders empfindliche Seidenblusen müssen per Hand gewaschen werden. Dafür gibt man etwas Seidenwaschmittel in höchstens 30 °C warmes Wasser und lässt die Bluse dort drei bis fünf Minuten einweichen. Anschließend wird das Kleidungsstück unter kaltem Wasser ausgespült. Die frisch gewaschene Seidenbluse drücken Sie nun vorsichtig aus und rollen sie in ein trockenes Handtuch ein.

Seidenblusen lassen sich am besten bügeln, wenn der Stoff noch leicht feucht ist. Mit Wasser besprengen sollten Sie den Stoff nicht, dadurch können Flecken entstehen. Ziehen Sie die Bluse vor dem Bügeln auf links und stellen Sie das Bügeleisen auf eine niedrige Stufe.

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