Seidenpflege

Die richtige Seidenpflege ist die Voraussetzung dafür, um lange Freude an Kleidungsstücke und anderen Textilien aus natürlicher Seide zu haben. Seidenpflege ist weniger aufwendig, als mancher vermuten mag. Die meisten Kleidungsstücke lassen sich problemlos von Hand reinigen; größere Textilien müssen unter Umständen in die chemische Reinigung gegeben werden.

Seidentextilien richtig waschen

Seide ist ein rein natürlicher Stoff, gewonnen aus den Fäden, aus denen Seidenspinnerraupen ihre Kokons fertigen. Damit ist Seide eine Eiweißverbindung, die mit dem menschlichen Haar vergleichbar ist – nur unendlich viel feiner. Im trockenen Zustand ist Seide sehr reißfest und lässt sich bis zu 15 Prozent dehnen. Ebenfalls kann Seidengewebe viel Wasser aufnehmen, rund 30 Prozent ihres Eigengewichtes; allerdings ist Seide in nassem Zustand viel weniger reißfest. Waschgänge in der Maschine könnten das feine Gewebe zerstören.

Seidenwäsche von Hand

Zur richtigen Seidenpflege werden Textilien daher mit einem speziellen Seidenwaschpulver, einer milden Seife oder einem farblosen Shampoo bei milden Temperaturen von Hand gewaschen. Für dunkle Seidenstoffe verwendet man kühleres Wasser. Länger als fünf Minuten werden sie dabei nicht im Wasser eingeweicht, auch ausgewrungen werden sollten sie nicht, um dem Gewebe nicht zu schaden. Anschließend werden die Textilien in kaltem Wasser mit einem Schuss Essig ausgewaschen – der Essig ist wichtig, um letzte Seifenrückstände zu entfernen. Außerdem verleiht die Essigsäure dem Seidengewebe den charakteristischen Glanz. In einem Handtuch eingerollt wird die Feuchtigkeit leicht ausgedrückt, anschließend die Seiden-Kleidungsstücke glatt ausgerollt. Gebügelt wird Seide, solange sie noch leicht feucht ist, von der Rückseite her bei niedriger Temperatur. Alternativ können die Kleidungsstücke auch auf einen Bügel gehängt und mit warmen Wasserdampf bedampft werden, um Knitterfalten zu entfernen.

Seidenpflege in der chemischen Reinigung

In der chemischen Reinigung werden Seidenstoffe und andere Textilien mit nichtwässrigen Lösungsmitteln gereinigt. Aufgrund des Verzichts auf Wasser wird diese Form der Reinigung auch als Trockenreinigung bezeichnet und ist die heute gebräuchlichste Form der professionellen Reinigung. Durch die Trockenreinigung quellen die Fasern der Gewebe nicht auf, die chemische Reinigung ist daher besonders schonend für empfindliche Materialien wie Seide. Auch die Farben werden in der Trockenreinigung geschont.

Vorbeugende Seidenpflege

Seide sollte nie mit Bleiche in Berührung kommen. Auch lange Sonneneinstrahlung verträgt gefärbte Seide nicht, da dann die Farben verblassen. Einzelne Wasserspritzer hinterlassen zudem Wasserflecken auf dem Seidenstoff, die nur sehr schwer oder gar nicht mehr zu entfernen sind. Da besonders Seidenkleider schwieriger wieder in Form zu bringen sind, ist eine chemische Reinigung hier anzuraten.

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